Netzwerk Recht auf Stadt zum Schanzenfest 2010
Am 4. September findet das Straßenfest im Schanzenviertel unter dem Tenor “Für die Aneignung des öffentlichen Raumes! Gegen Repression und Vertreibungspolitik!” statt. In einer Einladung von Anwohnerinnen und Anwohnern heißt es in Richtung Netzwerk Recht auf Stadt: “Wir laden deshalb alle Initiativen und Projekte ein, das Fest als Bühne der Selbstinszenierung zu nutzen.” Dieser Einladung kommen wir gerne nach.
Schon mal vormerken
Donnerstag, 9. September | 14 - 18 Uhr
Jo Snyder Konzert im Erweiterten Wohnzimmer
Samstag, 11. September | 14 - 18 Uhr
Tag des Offenen Denkmals
Im ehemaligen Hunde- und Pferde-Ausspannstall (HuPf A) ist heute das Centro Sociale
Mietanstieg, Umwandlungsdruck, Leerstand
Mit diesen Stichworten lassen sich die anhaltenden Veränderungen in St. Georg beschreiben, und gemeint sind damit starke Tendenzen der Aufwertung und Verdrängung, neuerdings auch Gentrifizierung genannt.
"10 000 Unterschriften gegen Isebek-Umgestaltung" (Hamburger Abendblatt)
Kurzer Bericht im Abendblatt, wie es nach dem erfolgreichen Bürgerbegehren der Isebek-Initiative weitergeht.
"Zentrum gegen Schickimickisierung" (Neues Deutschland)
"Hamburgs Protestbewegung gegen die Gentrifizierung hat dieser Tage einen bedeutenden Erfolg erzielt. Der selbstverwaltete Stadtteiltreff »Centro Sociale« am Schanzenviertel bekam nach zähen Auseinandersetzungen nun einen Mietvertrag für fünf Jahre mit Option auf weitere fünf Jahre Verlängerung", schreibt Neues Deutschland. Der Artikel verweist auch auf den Protest gegen die St. Pauli Music Hall und die Ballermannisierung der Schanze.
"Das Gespenst der Gentrifizierung" (Süddeutsche Zeitung)
"Dass sich ausgerechnet die Kreativen wehren, unterscheidet die Lage heute von der klassischen Gentrifizierung. Es geht um einen Clash der Einkommen und Kulturen, aber es geht schon lange nicht mehr um Arbeiter, die es heute kaum noch gibt, oder um Zuwanderer und Arme, deren Aufstand anders aussehen würde. Die Front verläuft weiter oben: Angeführt von gut vernetzten Künstlern und Aktivisten, verteidigen Freiberufler und Kreative 'ihr' Viertel gegen den Zuzug von Rechtsanwälten und Unternehmensberatern", heißt es in der Süddeutschen Zeitung.
Der Artikel umreißt zwar die historische Entwicklung von Gentrifizierung, blendet aber wichtige Erkenntnisse der Gentrifizierungsforschung aus und hat damit in die bekannte Kerbe, die Gentrifizierer würden nur rumjammern, weil sie nun selbst gentrifiziert werden. Das wird auch durch ständige Wiederholung nicht richtig.





