Büroleerstand Wohnungsnot Demo
"So geht es: Umwandlung in der Neustadt" (Die Welt)
"Ginge es nach dem Wunsch der Demonstranten, müsste dieses Beispiel Schule machen: Ein Bürokomplex in der südlichen Neustadt soll abgerissen werden und Platz machen für bis zu 150 neue Wohnungen." schreibt die Welt. Schule machen? Nur, wenn es Sozialwohnungen sind.
"Protestmarsch gegen Wohnungspolitik des Senats" (Die Welt)
Im Unterschied zur Verlagsschwester kann die Welt ihren Reflex nicht unterdrücken und hängt sich an "Linksautonomen" auf, die Steine und Flaschen geworfen hätten. Kein Wort zu der Farce des privatisierten Gebrüder-Wolf-Platzes.
"Die Stadt muss weiter allen gehören" (taz Nord)
Wenn sie denn überhaupt schon allen gehören würde. Ilka Kreuzträger hat aber natürlich recht, wenn sie in ihrem Kommentar schreibt: "Abgesehen davon, dass Demonstrationsrecht vor Hausrecht geht: Es kann nicht sein, dass der Zugang zu öffentlichen Plätzen in der Stadt behindert wird."
"Büroturm im Sperrgebiet" (taz Nord)
Die taz kritisiert in ihrem Demobericht die Polizei sowie die Tatsache, dass die Schlusskundgebung nicht auf dem privatisierten Gebrüder-Wolf-Platz stattfinden konnte, scharf.
"Die Stadt muss endlich handeln" (Hamburger Abendblatt)
Bernd Röttger kritisiert in seinem Kommentar die Hamburger Wohnungspolitik: "Dauerhafter Leerstand darf nicht geduldet werden." Leider erwähnt er nicht, dass die Meldepflicht für Leerstand vom Senat 2009 abgeschafft wurde.
