24 Türen von Leerständen sind seit dem vergangenen Novemberwochenende dekoriert und fordern symbolisch jeden Tag bis Weihnachten auf, endlich wieder geöffnet zu werden, darunter so prominente Leerstände wie die Millerntorwache (siehe Fotos anbei). Der größte Adventskalender der Stadt verkündet zugleich den Start des "Leerstandsmelders": Auf www.leerstandsmelder.de kann jeder ab dem 1. Dezember 2010 leer stehende Gebäude in Hamburg melden.
Ganz einfach können dort die wichtigsten Daten eingegeben, Fotos hochgeladen und Kommentare abgegeben werden. Alle Leerstände erscheinen auf einer Übersichtskarte. Der Leerstandsmelder ist eine Stadtentwicklungs-Initiative aus dem Gängeviertel.
Zum Hintergrund: In Hamburg suchen viele Menschen bezahlbare Wohnungen und Arbeitsräume. Gleichzeitig stehen unzählige Flächen leer – alte und neue Häuser, Wohn- und Gewerberäume, zentrale und außerhalb gelegene, in privater und in städtischer Hand befindliche Gebäude. Eine zentrale und konkrete Informationsquelle zur Leerstandslage gab es jedoch bislang nicht.
Hier setzt der Leerstandsmelder an. Er ist ein Werkzeug, das Transparenz schafft und einen qualifizierten Überblick über bestehende Leerstände bietet. Damit soll das öffentliche Bewusstsein für diese wertvollen Räume geschärft werden, die in Hamburg nicht genutzt werden und mancherorts sogar zusehends verfallen. Derzeit werden wertvolle Ressourcen verschwendet, statt den Bedürfnissen und Ideen der Bürger im wahrsten Sinne des Wortes Raum zu geben. Der Leerstandsmelder soll helfen, konstruktive Ideen zum Umgang mit der Leerstandssituation zu entwickeln und auszutauschen. Er ist für jeden zugänglich, nicht kommerziell und parteipolitisch unabhängig.
Mit freundlichen Grüßen
Initiative "Komm in die Gänge"





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