Get the hell out of Kukutza!

Am 21. September 2011 wurde das Stadtteilkulturzentrum Kukutza III in Bilbao/Bilbo geräumt, zwei Tage später begann der Abriss des Gebäudes. Die spanische Polizei setzte dabei massive Gewalt ein. Initiativen aus dem Netzwerk Recht auf Stadt erklären sich deshalb mit Kukutza solidarisch: "Für ein Kukutza IV in Bilbo, für viele besetzte und selbstbestimmte Zentren überall, für unser Recht auf Stadt!"

Die Erklärung im Wortlaut:

Mit Wut und Entsetzen müssen wir mit ansehen, wie das Stadtteilzentrum Kukutza III in Bilbo/Baskenland (spanisch Bilbao) am Morgen des 21.09.2011 geräumt wurde.

Hierbei wird uns ein leider allzu häufiges Bild geboten: Gepanzerte Einheiten mit schwerem Gerät setzen unverhältnismässig brutalpolitische und wirtschaftliche Interessen durch.

Hintergrund für die Durchführung des Räumungsbeschluss, sowie des geplanten Abrisses ist "the same old gentrification story". Der „Eigentümer", Cabisa Construcciones, eine Baufirma, will die ehemalige Fabrik abreißen, um an ihrer Stelle neue Wohnungen zu bauen.

Absurd, denn in Rekalde, wo sich Kukutza befindet, einem populären Stadtviertel am Rande Bilbos, stehen bereits ca. 2000 Wohnungen leer.

Mit der Räumung und dem geplanten baldigen Abriss des Kukutza werden 13 jahre kulturelle und politische Arbeit zunichte gemacht und ein Ort zerstört, der ohne weiteres nicht so einfach zu ersetzen ist.

Kukutza III, besetztes und selbstverwaltetes Stadtteilzentrum, entstand aus dem Wunsch und der Notwendigkeit der Anwohner_innen nach kulturellen Einrichtungen, wie z.b einem Gemeindezentrum und Bibliotheken - Forderungen und Wünsche, die von der Stadt Bilbao durchgehend ignoriert wurden. Auf Eigeninitiative und durch Zusammenarbeit zwischen
Besetzer_innen des Kukutza III, Unterstützer_innen und den Anwohner_innen des Viertels gelang es ein selbstverwaltetes vielfältiges Stadtteilzentrum aufzubauen und damit einen Ort zu schaffen, der die von der Stadt ignorierte kulturelle Lücke in Rekalde füllte.

Das Zentrum ist aufgrund seiner Entstehungsgeschichte von Anfang an ein fest verankerter
Teil im Stadtteil Rekalde; ein notwendiger kultureller und sozialer Anlaufpunkt für viele verschiedene Menschen jeden Alters im Viertel und ganz Bilbo.

Wie überall ist es auch in Bilbo traurige Realität der städtischen Politik : Anstatt Stadtplanung von unten und ein anerkanntes Recht auf Stadt für alle, werden ausschliesslich wirtschaftliche Interessen bedient.

Wir erklären uns mit den Besetzer_innen und Unterstützer_innen des Kukutza III solidarisch!

Gebt nicht auf, denn wir sind viele!

Für ein Kukutza IV in Bilbo, für viele besetzte und selbstbestimmte Zentren überall, für unser Recht auf Stadt!

Initiativen und Arbeitsgruppen im Netzwerk Recht auf Stadt Hamburg:

AG Altona - St. Pauli
AG Mieten
ALTOPIA
Altonaer Plattform gegen Verdrängung
Avanti – Projekt undogmatische Linke
AZ Altona
BaSchu e.V. Spielplatzverein
Centro Sociale
die leute:real
Es regnet Kaviar - Aktionsnetzwerk gegen Gentrification
Initiative ESSO-Häuser
Frappant e.V.
Freies Netzwerk zum Erhalt des Schanzenparks
Gängeviertel
Hallo Billstedt
LaRAGE
Mietshäuser Syndikat Hamburg
Moorburgtrasse - stoppen
NoBNQ
Wagenplatz Zomia
 

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Hamburg, Germany
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Aktionen

parade-plakat     Der Aufruf zur Parade
     für das Recht auf Stadt auf
     am 18. Dez. 2009 wurde von
     mehr als 120 Gruppen in Hamburg
     unterstützt. Rund 4000 Menschen
     nahmen teil.       
                  
                           

 

workshop-plakat     Der zweitägige Workshop
     im Centro Sociale am
     20. und 21. Juni 2009 wurde
     die Initialzündung für die
     Gründung des Netzwerks
     "Recht auf Stadt".
                     
                          

 

demo-plakat    Das erste Zeichen, das sich
    in Hamburg etwas Neues anbahnt:
    Am 13. Juni 2009 gingen 1500 
    Menschenauf die Straße,
    um zu zeigen:
    "Die Stadt gehört allen."
                   
                      

 

 
Twitter: @rechtaufstadt (Hashtag #rashh)
Mailingliste: RaS-Vernetzung
Das Netzwerk Recht auf Stadt hat keine Sprecher_innen. Für konkrete Fragen bitte die Initiativen direkt kontaktieren.