Alternativer Mietenspiegel 2009

23. November 2009

Initiativenbündnis Recht auf Stadt
    Arbeitsgruppe 'Mieten und Wohnen'
c/o Centro Sociale
         Sternstraße 2 in 20357 Hamburg
www.rechtaufstadt.net
info@rechtaufstadt.net

 

Hamburg, 23. November 2009

PRESSEINFORMATION


Anlässlich der heutigen Veröffentlichung des Mietenspiegels 2009 der Freien und Hansestadt Hamburg präsentiert das Hamburger Initiativenbündnis „Recht auf Stadt“ seinen

                                               Alternativen Mietenspiegel 2009

- abzurufen über info@rechtaufstadt.net oder online unter www.rechtaufstadt.net -


Die Mieten sind, besonders in den innerstädtischen Wohngebieten der Freien und Hansestadt, in den vergangenen Jahren in unzumutbare Höhen geklettert.

Dieser Trend wird sich fortsetzen: Bei Neuvermietungen werden nach Expertenangaben im Durchschnitt bereits 9,85 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete verlangt. Bei vielen Sozialwohnungen läuft in absehbarer Zeit die Mietbindung aus, mit der Folge, dass auch die städtischen Wohnungsbauunternehmen SAGA und GWG die Mieten dieser Wohnungen schrittweise an die 'ortsübliche Vergleichsmiete' anpassen können.
Sowohl SAGA/GWG als auch viele Wohnungsbaugenossenschaften und natürlich private Vermieter investieren bereits seit Jahren in Modernisierungen ihres Wohnungsbestandes, die sie zu anschließenden Mieterhöhungen berechtigen. Ein Neubau bezahlbarer Wohnungen findet kaum noch statt.

All dies wird in den folgenden Jahren in den Mietenspiegel mit einfließen und die Mieten auf ein Niveau ansteigen lassen, das auch für Durchschnittsverdiener/innen nicht mehr tragbar ist. Gleichzeitig wächst in der gegenwärtigen Wirtschaftkrise die Zahl der Menschen mit prekärem bzw. ohne Erwerbseinkommen, für die schon bald bezahlbarer Wohnraum knapp werden wird.

Wir sagen:  Damit muss Schluss sein! Steigende Mieten müssen sofort gestoppt werden!!

Christian Gundelmann, Mieter in Wilhelmsburg und aktiv im „Recht auf Stadt“-Bündnis: „Wir wollen keine Stadt der Besserverdienenden, sondern eine Stadt, die allen gehört, eine Stadt, in der alle wohnen können, in der niemand seine sozialen Bezüge aufgeben muss, weil Stadt und Investoren beschließen, dass ein Wohngebiet im Sinne höherer Gewinne für die Immobilienwirtschaft 'aufgewertet' werden sollte.“

Der Alternative Mietenspiegel bietet Denkanstöße für die Verwirklichung dieser 'anderen Stadt'.
 
Im Initiativenbündnis 'Recht auf Stadt' setzen sich über 20 verschiedene Gruppen – vom 'Gängeviertel' über Bauwagenbewohner/innen und Trassengegner/innen bis hin zu Verfechter/innen der Kleingartenkultur -  gegen die 'Aufwertung' von Stadtteilen für Besserverdienende, gegen den Entzug innerstädtischer Grünflächen und für mehr selbstbestimmte Freiräume für Kunst, Kultur und stadtteilpolitisches Engagement ein.

 

Download des "Alternativen Mietenspiegels 2009" als PDF Dokument.

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