St. Georg schließt die Anti-Atom-Kette

Am Samstag, dem 24. April, wird es unter dem Motto „KETTENreAKTION: Atomkraft abschalten!“ eine grosse Anti-Atom-Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel und quer durch Hamburg geben. Zehntausende BürgerInnen werden auf einer Strecke von insgesamt ca. 120 Kilometern ein starkes Zeichen für das Ende
der Atomenergie und eine zukunftsfähige, ökologische Energiewende setzen.

Auch der Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. unterstützt diese Aktion und ruft auf zur Beteiligung. Eingeklemmt von Atomkraftwerken längsseits der Elbe wären gerade auch wir InnenstädterInnen im Falle eines GAUs von den katastrophalen Auswirkungen betroffen. Auch die von der Regierung favorisierte „Endlagerstätte“ Gorleben, unter rein politischen
Gesichtspunkten vor Jahrzehnten auf den Weg gebracht, ist nicht allzu weit entfernt. Und wie es mit der Lagerung des Atommülls beschaff en ist, das lehrt uns der Skandal des Lagers Asse, das kurz vor dem Kollaps steht. Als StadtteilbewohnerInnen fühlen wir uns dafür zuständig, dass die Anti-Atom-Menschenkette in St. Georg geschlossen wird.

An diesem 24. April geht es an vielen Orten um 12 Uhr los mit Aktionen, Musik und einem vielfältigen Programm. Ab 13.30 Uhr erfolgt die Sammlung der Beteiligten (auch um sich ggfs. noch ein wenig zu verteilen), von 14.30 bis 15.00 Uhr soll die Kette geschlossen werden.

Wir rufen alle St. GeorgerInnen dazu auf, sich um 13.15 Uhr auf dem Hansaplatz einzufinden, um dann gemeinsam „rüberzugehen“. Die Strecke durch St. Georg verläuft über den Steintordamm (vorbei am Hauptbahnhof), durch den Kreuzweg (vorbei am Gewerkschaftshaus) und dann weiter über die Kurt Schumacher-Allee und die Strasse Beim Strohhause. Ab 16 Uhr sind an verschiedenen Stellen noch Abschlusskundgebungen
geplant.

Nähere Informationen finden sich im Netz unter der zentralen Webadresse
www.anti-atom-kette.de. Wir nehmen nachfolgend den Aufruf auf, der bereits von Dutzenden Initiativen und Organisationen unterzeichnet worden ist:

Der Konflikt um den Atomausstieg spitzt sich zu:

In Kürze wird darüber entschieden, ob die Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel
vor der Haustür Hamburgs wieder ans Netz gehen – oder für immer abgeschaltet bleiben.
Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Anfang Mai gehen die Verhandlungen
zwischen Regierung und Atomkonzernen über längere Laufzeiten für Atomreaktoren in die heisse Phase. Wir stehen am energiepolitischen Scheideweg:
Wird weiter auf Dinosauriertechnologien gesetzt – oder konsequent auf Erneuerbare
Energien umgestiegen. Es ist an der Zeit, ein spektakuläres Signal an Bundesregierung und Stromkonzerne zu richten: Auf Atomkraft setzen? Nicht mit uns! Mit Zigtausenden Menschen
werden wir am 24. April 2010 eine grosse Aktions- und Menschenkette zwischen den
Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel bilden – zwei Tage vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986).
Wir wollen raus aus einer Technologie, die ein verheerendes Unfallrisiko birgt, den Ausbau Erneuerbarer Energien blockiert und Tausenden Generationen tödlichen Atommüll aufbürdet. Die Skandale um die Endlagerstandorte Asse und Gorleben zeigen:
Das Problem des Jahrmillionen strahlenden Mülls ist völlig ungelöst. Manche von uns fordern die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke, denn jeder Tag Weiterbetrieb kann einer zu viel
sein. Andere wollen, dass zumindest die Laufzeiten nicht verlängert werden. Die Pannen-Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel dürfen auf keinen Fall wieder ans Netz, sie müssen sofort und endgültig stillgelegt werden. Die Alternativen sind längst da, sie müssen nur durchgesetzt werden. Die Zukunft ist erneuerbar – im Dreiklang von Erneuerbaren Energien, Energiesparen und Energieeffizienz. Share/Save

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