Ahoj Savoy

Rund 150 St. GeorgerInnen und KinofreundInnen – vorneweg die Kapelle „Tuten und Blasen“ – demonstrierten am 14. April für den Erhalt des letzten Lichtspieltheaters im Hauptbahnhofviertel. Sie unterstrichen damit ihre Forderung, das legendäre „Savoy-Kino“ am Steindamm zu erhalten, auch wenn das „Metropolis“ im Juni nach drei Jahren die Räume wieder verlassen muss und plangemäß an die Dammtorstraße zurückzieht. Das Ziel der
am 2. Februar bei einer von ca. 300 bis 400 Menschen besuchten Veranstaltung gegründeten „Initiative AHOJ SAVOY“ ist es, den gemeinnützigen Betrieb am Steindamm fortzusetzen. Unter der Obhut des Metropolis bzw. der mit ihm verbundenen Kinemathek könnte hier ein
zweites „kommunales Filmtheater und Stadtteilzentrum“ entstehen, das den St. Georger Gruppen weiterhin Kooperationsmöglichkeiten eröffnet und von den Hamburger
CineastInnen als Veranstaltungs- und Ausstellungstreffpunkt sowie als spezielles Festivalkino genutzt werden könnte.

Ein entsprechendes Nutzungskonzept ist von der Initiative inzwischen vorgelegt worden, ebenso der Entwurf eines Wirtschaftsplanes. Dieser sieht vor, dass bei einem Jahresetat von 630.000 Euro eine öffentliche Förderung von 350.000 Euro nötig wäre, zuzüglich einer einmaligen Investition für die Modernisierung der Kinotechnik in Höhe von 100.000 Euro. Die öffentlichen Mittel könnten einerseits aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE), andererseits aus Töpfen der Europäischen Union kommen.

Mit dem Erhalt des Savoy (das Gebäude soll andernfalls ggfs. zu einem Hotel umgebaut werden) haben wir die letzte Chance, in St. Georg, also an Hamburgs zentralster Stelle, ein Kino zu erhalten. Dafür machen wir uns auch als Einwohnerverein stark, vor allem in der AHOJ-Initiative. Share/Save

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