Music-Hall stößt auf wenig Gegenliebe

Für den 13.4.2010 hatte das Bezirksamt Mitte zu einer öffentlichen Veranstaltung in das Wirtschaftsgymnasium St.Pauli an der Budapester Straße geladen. Die Behördenvertreter wollten angeblich ergebnisoffen über die Neugestaltung des freiwerdenden Real-Geländes an der Feldstraße diskutieren. Rund 250 Anwohnerinnen nahmen ihnen Ergebnissoffenheit nicht ab, ist doch merkwürdigerweise schon im September 2009 eine Music-Hall GmbH mit Sitz am Pferdemarkt in das Handelsregister eingetragen worden. Außerdem existiert schon ein 39-seitiges Papier, aus dem ganz klar hervorgeht, daß die Music-Hall mit 4000 Plätzen der Schwerpunkt der Pläne ist.

Um sich das Geseiere der Behördenvertreter nicht anhören zu müssen, nahmen die Anwohnerinnen die Veranstaltung in die eigenen Hände und formulierten, daß die geplante Music-Hall als neuer Eventpunkt in St.Pauli/Schanzenviertel nicht erwünscht ist, stattdessen wurden viele notwendige Einrichtungen und vor allem billiger Wohnrraum vorgeschlagen.

Außerdem wurde verlangt, die jetzigen Planungen sofort abzubrechen und ein Verfahren in Gang zu setzten, bei dem die Anwohnerinnen bestimmen was sie in ihrem Stadtteil haben wollen und was nicht.

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