Nachlese zur „2. Konferenz zur sozialen Spaltung“

Vorab möchte ich feststellen, dass ich diese

Konferenz

nicht besucht habe.


Die Gründe lege ich im Folgenden dar. Deswegen wird auch hier nur von der „Außenseite der Veranstaltung“ berichtet.
Der Titel der Konferenz ist mit „2. Konferenz zur sozialen Spaltung„ sehr unglücklich gewählt, zumindest ist er doppeldeutig.

Die Durchführung der Konferenz mit Eintrittsgeldern (15 € oder 5 € ermäßigt) als Hürde, macht den Eindruck, dass eine soziale Spaltung zementiert wird.
Für die von der Spaltung Betroffenen ist selbst der ermäßigte Eintrittspreis von 5 € hoch. Viele Menschen haben nicht mehr als 5 € zur Verfügung, um ihr Essen für 2 Tage zu bezahlen.

Außerdem gibt es noch die, die keine staatlichen Leistungen empfangen und trotzdem arm sind, dazu gehören Studenten, Freischaffende, NiedriglohnempfängerInnen usw.
Für all diese Interessierten, war die Konferenz schon einmal nicht unbedingt die erste Wahl.
Stattdessen beleuchteten Experten die soziale Lage in Hamburg von außen.
Die Expertinnen und Experten, die ihre Lebenserfahrungen hauptsächlich in der Innenansicht machen, waren nicht vertreten.

Das Thema der 2. Konferenz war „Wohnen in Hamburg – Marktentwicklung und soziale Folgen“
Besonders schade ist, dass sich die VeranstalterInnen nicht wenigstens auf eine andere Art dem großen Informationsbedürfnis der Allgemeinheit öffnen.
Es ist heute keine so große Schwierigkeit, die Veranstaltungsbeiträge zeitnah online verfügbar zu machen. Denkbar wären Podcasts von den Vorträgen und Diskussionen oder Videos, die bei youtube für jede und jeden leicht zugänglich wären.
Nach der 1. Konferenz hat die evangelische Akademie auf ihrer Webseite einige Beiträge verfügbar gemacht.
Es ist wünschenswert, dass sich die VeranstalterInnen zukünftig an den Chaos Communication Congresses des Chaos Computer Clubs orientieren. Hier stehen zeitnah, innerhalb weniger Tage, alle Materialien den daran Interessierten zur Verfügung.
Ein deutliches Zeichen dafür, dass Offenheit gewünscht ist und auch praktiziert wird.

So bleibt der bittere Beigeschmack, dass wieder einmal versucht wird, die Betroffenen von „oben“ her zu dirigieren und in Unmündigkeit zu halten.

Es wäre wünschenswert, dass in Zukunft ein deutlicheres Signal dafür, dass man eine soziale Spaltung nicht akzeptiert, von dem Kongress ausgeht.

Hamburg, Hamburg, Hamburg, Germany

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