Altonas große Baustelle von Lena Kaiser
Bezirkspolitik und Ikea drängen gemeinsam darauf, die Große Bergstraße weiter aufzuhübschen. Doch dagegen regt sich jetzt Widerstand.
Unser Kommentar:
„12 Monate Mietfreiheit. Wir sind ja ein nettes Unternehmen ….“ (Kai Krahmer in der „taz“am 10.05.2012). Folgender Sachverhalt wird in dem Bericht aber nicht deutlich: Müslim Sahin hatte einen Mietvertrag für 3 Jahre. Aber schon im ersten Vierteljahr stellte die Firma Bruhn plötzlich fest, die „Vertragslaufzeit“ wäre für sie „nicht optimal“ (Per Eric Hansen in einem Interview mit der „Mopo“ am 30.06.2011). Also machten sie einen Vorschlag : 20.000 EURO oder 12 Monate Mietfreiheit gegen Verzicht von Müslim Sahin auf Vertragserfüllung. Dieses „Angebot“, das in Wirklichkeit ein einseitiges Diktat war, hätte Müslim Sahin nicht ablehnen dürfen. (Begründet mit einer Falschbehauptung!) war erbarmungslos die fristlose Kündigung dann erst die Folge. Für uns ist das Verhalten der Firma eindeutig ein Verbrechen.
Große Haie, kleine Fische
von Stella Waechter
GENTRIFIZIERUNG II Mietrückstände oder keine? Prozess um eine gekündigte Imbissbude gegenüber der Ikea-Baustelle
Unser Kommentar:
Zum Thema „Bergspitze“ auch noch ein Nachtrag: Noch im September vergangenen Jahres waren alle Fraktionen der Bezirksversammlung ganz euphorisch bezüglich neuer Entwicklungen am Goetheplatz. „Marktplatz statt Bebauung“ war das allseits für gut befundene Motto! Gerade weil IKEA von dem östlichen Teil schon Einiges an Raum wegnimmt, ist es wichtig, nun den Rest des Platzes zu erhalten als einen zentralen Ort für Wochenmarkt und andere Veranstaltungen und als einen „Platz“, auf dem sich Menschen aus dem Stadtteil treffen können. Damit das alles so werden konnte, hätte der Bebauungsplan aus dem Jahr 2004 zügig geändert werden müssen. Das tat man aber nicht, sondern man wartete ab, bis die Firma Bruhn herausgefunden hatte, was mit ihrem Grundstück machen wollte. Das Ergebnis kennen wir jetzt: Überschreitung der Grundstücksgrenzen in den Platz hinein um 18 Meter und um 7 Meter in die Fußgängerzone. Es bleibt nur eine „Goethe-Kreuzung“. Und: indem sich die Firma Bruhn nun auf den alten Bebauungsplan berufen kann, hat sie die Bezirksverwaltung an den Eiern!
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